Gastvortrag "Dropout aus dem Leistungssport"
Am Mittwoch, den 04.12.2013, von 14.00 bis ca. 15.30 wird Andreas Hülsen, Laufbahnberater des Olympiastützpunktes Berlin, einen Vortrag zum Thema „Dropout aus dem Leistungssport" an der H:G Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst halten.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen Erkenntnisse zu Karrierebeendigungen im Hochleistungssport sowie zu "Dabeibleibern", die erfolgreich eine Duale Karriere absolvieren: Der Leistungssport hat sich zu einem Lebensbereich entwickelt, der die Athletinnen und Athleten durchaus intensiv in Anspruch nimmt; es zeigt sich, dass der Spitzensport heutzutage keine Nebensache mehr ist. Die Leistungssportler befinden sich in einem Netz sozialer Beziehungen und Strukturen, die ebenfalls Ansprüche an die Athleten stellen. Einerseits stellt das Sportsystem vielfältige Aufgaben, die regelmäßig zu koordinieren sind, andererseits treffen Forderungen seitens der Schule, Hochschule, Beruf, Familie, Partner, Peergroup, Freizeit und Öffentlichkeit auf den Athleten. So können Mehrfachbelastungen entstehen, die vor allem bei jungen Leistungssportlern zu Koordinierungsproblemen sowie Konflikten und in folge dessen zu einem sog. »Dropout«, damit dem Ausscheiden aus dem Spitzensport, führen.
Es geht im Spitzensportsystem also auch darum, den so genannten »Dropout-Effekt« zu senken. Denn erfolgreiche Nachwuchssportlerinnen und -sportler sollen nicht wegen schwieriger äußerer Rahmenbedingungen ihre sportliche Karriere vorzeitig beenden. Ein erfolgreiches Spitzensportsystem beruht auf einem funktionierenden Unterstützungssystem für Spitzensportler, um dem (frühen) Dropout entgegenzuwirken. Die Sicherung einer Dualen Karriere aus Spitzensport und Berufs(aus)bildung ist dazu unabdingbar (vgl. Hülsen; 2012).

